Montaigne, Essais II, 12 - Apologie de Raymond Sebond, trad. Tietz, 1753.
492 *
Die Wissenschaft ist in der Tat ein sehr nützliches und
wichtiges Stück. Diejenigen, welche sie verachten, geben ihre Dummheit genugsam
zu erkennen. Dennoch aber schätze ich sie nicht so übermäßig hoch, als einige
tun, unter welche der Philosoph Herill 2 gehört, der das höchste
Gut in ihr suchte, und behauptete, sie könnte uns weise und vergnügt machen.
Ich glaube dieses eben so wenig, als das, was andere gesagt haben, daß die
Wissenschaft die Mutter aller Tugenden sei, und daß alle Laster von der
Unwissenheit herkämen. Wenn dieses wahr ist: so braucht es einer weitläuftigen
Erklärung.
Mein Haus ist seit langer Zeit gelehrten Leuten offen, und
deswegen im Rufe gewesen. Denn mein Vater, der dasselbe fünfzig Jahre und
drüber regieret hat, und durch den neuen Eifer angefeuret wurde, mit welchem
sich der König Franciscus I. der Wissenschaften annahm, und sie in Ansehen
brachte, suchte gelehrter Leute Umgang sehr emsig und mit großen Kosten. Er
nahm sie als heilige Leute, die eine besondere Eingebung von der göttlichen
Weisheit hätten, zu sich, sammlete ihre Urteile und Reden, wie Göttersprüche,
und dieses desto ehrerbietiger und eifriger, je weniger er davon urteilen
konnte: Denn er hatte, so wenig als seine Vorfahren einige Kenntniß von den
Wissenschaften. Ich meines Teils liebe sie zwar, ich bete sie aber nicht an.
Unter andern beschenkte ihn einmal Peter Bunel, ein Mann, der zu seiner Zeit
wegen seiner Gelehrsamkeit in großem Rufe stand, als er sich nebst andern
seines gleichen, einige Tage bey meinem Vater zu Montagne aufgehalten hatte,
bey seinem Abschiede mit einem Buche, welches den Titel hat: Theologia naturalis; sive, Liber creaturarum
Magistri Raimondi de Sebonde. Weil die Italienische und Spanische Sprache
meinem Vater geläufig waren, und dieses Buch in einem gebrochenen Spanischen
mit Lateinischen Endungen geschrieben ist: so hofte er, daß sich mein Vater
dasselbe mit ganz geringer Beyhülfe zu Nutzen machen könnte, und empfahl es ihm
als ein bei den damaligen Zeitläuften, sehr nützliches und nötiges Buch. Damals
fiengen eben Luthers Neuerungen in Ansehen zu kommen, und an vielen Orten
unsern alten Glauben wankend zu machen, an. Er hatte also dabey eine sehr gute
Absicht, weil er aus vernünftigen Gründen wohl voraus sahe, daß dieses Uebel
mit der Zeit leichtlich in eine abscheuliche Gottesläugnung ausschlagen könnte.
Denn der Pöbel ist nicht fähig, die Sachen nach ihrer wahren Beschaffenheit zu beurteilen;
sondern läßt sich durch das Glück und den äußerlichen Schein dahinreissen. Wenn
man ihm also nur einmal die Freiheit verstattet, diejenigen Meinungen, vor
welche er sonst die größte Ehrfurcht gehabt hat, dergleichen diejenigen sind,
auf welchen seine Seligkeit beruhet, zu verachten und zu tadeln; und wenn man
nur einmal einige von seinen Glaubensartikeln zweifelhaft und streitig gemachet
hat: so siehet er gar bald alle übrige Stücke seines Glaubens für eben so
ungewiß an; weil sie eben so wenig Gewicht, und eben so wenig Grund, bey ihm
haben, als diejenigen, die [4] man wankend gemachet hat. Er wirft alle
Eindrücke, welche das Ansehen der Gesetze, oder die Ehrerbietung für die alten
Gebräuche bey ihm gemacht hatten, als ein tyrannisches Joch von sich:
Nam cupide conculcatur nimis ante metutum. 3 -
Lucrèce
↑1 1589:
Raimond Sebond ; 1611: Raymond Sebon.
↑2 Diog.
Laert. L. VII. Segm. 165.
↑3
Denn, man tritt dasjenige mit Lust unter
die Füsse, was man vorher am meisten gefürchtet hat. Lucretius L. V. v.
1139.
493
Er geht alsdenn gleich weiter, und will gar nichts mehr
annehmen, wenn er nicht seinen Bescheid und seine Stimme dazu gegeben hat. Mein
Vater fand gedachtes Buch etliche Tage vor seinem Tode ungefähr unter einem
Haufen anderer bey Seite gelegten Papiere, und befahl mir ihm dasselbe ins
Französische zu übersetzen. Schriftsteller wie dieser, bey denen man, nichts als
den Innhalt auszudrucken hat, sind sehr gut zu übersetzen: hingegen ist es ein
sehr gefährliches Unternehmen, wenn sie sich der Annehmlichkeit und
Zierlichkeit der Sprache sehr befleißiget haben, besonders, wenn man sie in
eine schwächere Sprache bringen soll. Diese Beschäftigung war mir etwas Ungewohntes
und neues: allein, zu gutem Glücke hatte ich damals nichts zu thun, und machte
es, weil ich dem besten Vater, der jemals gewesen ist, nichts abschlagen
konnte; so gut es mir möglich war. Er schöpfte hierüber ein besonderes
Vergnügen, und befahl, daß man es drucken lassen sollte; welches auch nach
seinem Tode vollzogen wurde.4
↑4 Die 1611 herausgekommene Auflage hat folgenden
Titel : La Theologie Naturelle de Raymond
Sebon: Traduite en François par Messire Michel, Seigneur de Montaigne,
Chevalier de l'Ordre du Roy & Gentilhomme ordinaire de sa Chambre. Derniere
Edition reveüe & corrigée. Sie ist in der That sehr richtig. Es herrschet
in der Uebersetzung so viel Kernigkeit, Stärke, und natürliche Lebhaftigkeit,
daß sie vollkommen einem Originale gleicht.
494
Ich fand die Gedanken dieses Schriftstellers schön, in dem
Werke selbst einen guten Zusammenhang, und das Unternehmen voll Gottesfurcht.
Da sich viele Leute, und besonders das Frauenzimmer, dem wir am meisten zu
dienen verbunden sind, mit dem Lesen dieses Buches beschäftigen: so habe ich
öfters Gelegenheit gehabt, ihnen zu Hülfe zu kommen, und ihr Buch wider zween
Haupteinwürfe, die man dagegen macht, zu vertheydigen. Der Endzweck desselben
ist kühn und herzhaft. Der Verfasser unterstehet sich alle Artikel der
christlichen Religion durch menschliche und natürliche Gründe wider die Atheistenzu bestättigen und fest zu setzen. Er thut
dieses auch die Wahrheit zu sagen, so stattlich und so glücklich, daß es,
meines Erachtens in diesem Stücke nicht besser gemacht werden kann: ja, ich
glaube, daß es ihm niemand gleich gethan hat.5 Dieses Werk kam mir
für einen Verfasser, dessen Name so wenig bekannt ist, und von dem wir bloß so
viel wissen, daß er ein Spanier gewesen, und ungefähr vor zwei hundert Jahren
zu Toulouse die Arzneykunst getrieben hat, allzu schön und gelehrt für. Ich
erkundigte mich daher einmal bey dem Adrian Turnebus, der alles wußte, was es
mit diesem Buche für eine Beschaffenheit hätte. Er antwortete mir, seiner
Meynung nach wäre es eine Quintessenz aus dem H. Thomas von Aquino. Denn, in
der That dieser mit einer so unendlichen Gelehrsamkeit, und wundernswürdigen
Tiefsinnigkeit begabte Geist war allein zu dergleichen Gedanken fähig. So viel
ist gewiß, daß der Verfasser und Erfinder, er sey wer er wolle, (indessen kann
man dem Sebonde dieses Werk ohne eine wichtigere Ursache nicht mit Grunde
absprechen), ein überaus geschickter Mann gewesen ist, und viele trefliche
Eigenschaften besessen hat.
Der erste Vorwurf, den man seinem Werke macht, ist dieser,
die Christen thäten sich selbst Schaden, wenn sie ihre Religion durch
menschliche Gründe unterstützen wollten, weil diese allein durch den Glauben
und durch einen besondern Beystand der göttlichen Gnade begriffen würde. Dieser
Einwurf scheinet von einem heiligen Eyfer her zu kommen. Aus dieser Ursache
müssen wir denenjenigen, welche ihn vortragen, mit desto mehr Sanftmuth und
Achtung Genüge zu thun suchen. Dieses Unternehmen würde sich freilich besser
für einen in der Gottesgelahrheit bewanderten Mann, als für mich schicken, weil
ich davon nichts verstehe. Ich, meines Theils, bin allerdings der Meinung bei
einer so göttlichen, so hohen, und den menschlichen Verstand so weit
übersteigenden Sache, wie diejenige Wahrheit ist, von welcher uns die Güte
Gottes einiges Licht hat geben wollen, sei es sehr nötig, daß er uns noch
ferner durch eine außerordentliche und besondere Gnade Beistand verleihet,
damit wir dieselbe begreifen, und ihr in uns Raum geben können. Ich glaube auch
nicht, daß die bloß menschlichen Mittel, hiezu im geringsten zureichend sind:
denn, wenn sie dieses wären, so würden so viel seltene und vortrefliche, und
mit allen natürlichen Gaben reichlich versehene Seelen in den alten Zeiten
gewiß durch ihre Vernunft zu dieser Erkenntniß gelanget seyn.
495 *
(...)
664
Ich habe von einem Richter sagen hören, welcher, wenn er
irgendswo einen harten Streit zwischen dem Bartolus und Baldus, und eine
unentschiedene Rechtsfrage fand, in seinem Buche an den Rand schrieb, eine
Frage für einen guten Freund: das hieß, die Wahrheit wäre so verwirrt und
streitig, daß er sich bey dergleichen Sache, welcher Parthey er wollte, günstig
bezeigen könnte. Es fehlte ihm bloß am Witze und Geschicklichkeit, sonst hätte
er allerwegen hinsetzen können, eine Frage für einen guten Freund. Die
Sachwalter und Richter zu unserer Zeit finden bey allen Sachen Gelegenheit
genug, sie zu drehen, wie es ihnen beliebt. Bey einer so unendlichen
Wissenschaft, die auf dem Ansehen so vieler Meynungen, und auf einem so
willkührlichen Gegenstande beruhet, muß nothwendig in den Urtheilen die
äußerste Verwirrung entstehen. Daher ist auch kein Proceß so klar, bey welchem
die Stimmen nicht getheilet sind.
665
Eine Gesellschaft urtheilet so, die andere, und sie selbst
zu anderer Zeit, urtheilet ganz anders. Wir sehen hievon sehr viele Beyspiele,
durch die Freyheit, welche die stattliche Gewalt und das Ansehen unserer
Gesetze wunderbar beflecket, daß man es nicht bey den Urtheilen bewenden läßt,
sondern von einem Richter zu den andern läuft, und über einerley Sache von
verschiedenen sprechen läßt.
Von der Freyheit der philosophischen Meynungen in
Ansehung des Lasters und der Tugend ist nicht viel zu sagen: und man findet
darunter vielerley Gedanken, die man schwachen Gemüthern vielmehr verbergen als
bekannt machen muß. Arcesilaus sagte,585 bey der Hurerey käme es
nicht darauf an, von welcher Seite und wodurch man sie begienge. Et obscoenas voluptates, si natura requirit,
non genere, aut loco, aut ordine, sed forma, aetate, figura metiendas Epicurus
putat. – – Ne amores quidem sanctos a
sapiente alienos esse arbitrantur. – – Quaeramus
ad quam vsque aetatem iuuenes amandi sint.586 Diese zween
letzten stoischen Oerter, und der Vorwurf, welchen Dicäarch587
selbst dem Plato bey dieser Gelegenheit machte, zeigen, daß auch die gesündeste
Weltweisheit ganz ungewöhnliche und ausschweifende Unordnungen duldet. >
Dicéarque >> Dicéarque - Michaud p. 14-15
Die Gesetze haben ihr Ansehen von dem Besitze und der
Gewohnheit. Es ist gefährlich, bis auf ihren ersten Ursprung zurück zu gehen.
Sie werden, wie unsere Flüsse, immer größer und edler, je weiter sie fortgehen.
Man verfolge sie nur aufwärts bis an ihre Quelle, so wird man nichts als eine
kleine fast unkenntliche Wasserader finden, die mit der Zeit so anschwillt, und
sich verstärket. Man gebe einmal auf die alten Betrachtungen Acht, die diesem
berühmten, ansehnlichen, schröcklichen, und verehrungswürdigen Strome, die
erste Bewegung ertheilet haben: man wird sie so leicht und kützlich finden, daß
es nicht zu verwundern ist, wenn diejenigen Leute, die alles erwägen, die
nichts auf eines andern Wort und auf guten Glauben annehmen, öfters in ihren
Urtheilen sehr weit von den Urtheilen des Pöbels abgehen.
Notes
↑585 - Plutarchus in Praeceptis de tuenda sanitate. Der
Weltweise Arcesilaus sagt dieses daselbst in keiner andern Absicht, als um alle
Arten von Unordnung auf gleiche Weise zu verwerfen. Er pflegte wider die
Unzüchtigen und Wollüstlinge zu sagen, es käme nicht darauf an, von welcher
Seite man es wäre, weil es, setzt Plutarch hinzu, auf einer Seite so
schlimm als auf der andern wäre.
↑586 - Epikur glaubt, man hätte bey dem Liebeswerke, wenn es die Natur
erforderte, nicht auf das Geschlechte, oder den Stand, sondern auf die Gestalt,
auf das Alter, auf die Bildung zu sehen. Cic. Tusc. Quaest. L. V c. 33.
Die Stoiker glauben, einem Weisen wären nicht einmal die heiligen
Liebesverständnisse unanständig: Cic. de Finib. bon. et mal. L. III. c.
20. Wir wollen doch sehen, wie lange man die Jünglinge lieben darf. Senec.
Epist. 123. zu Ende.
↑ 587 - Hier sind also Weltweisen, und unter andern Plato, welchen Dicäarch mit
Rechte vorwirft, daß sie die Liebe, das heißt, wie Cicero vorher ausdrücklich
gesagt hat, die Knabenliebe, gebilliget haben.
>> Montaigne reprend
à son compte la critique de la pédérastie grecque déjà énoncée plus haut dans
la citation d´Arcésilas par Plutarque, et l´opinion de Dicéarque à propos de Platon.
666
Es ist nicht zu verwundern, wenn Leute, welche das Urbild
der Natur zum Muster nehmen, in ihren Meynungen meistens von dem gemeinen Wege
abweichen. Zum Exempel, wenige unter ihnen würden die gezwungenen Bedingungen
bey unsern Heirathen gebilliget haben; und die meisten haben gewollt, die
Weiber sollten ohne Verbindlichkeit gemein seyn. Sie mochten mit unsern
Cäremonien nichts zu thun haben. Chrysipp sagte,588 ein Weltweiser
würde für ein Duzend Oliven öffentlich ein Duzend Räder, so gar ohne Hosen,
schlagen. Kaum würde er dem Klisthenes gerathen haben, seine Tochter, die
schöne Agariste, dem Hippoklides zu versagen,589 weil er gesehen,
daß derselbe sich über einem Tische auf den Kopf gestellet, und die Füsse in
die Höhe auseinander geschlagen hatte. Metrokles ließ ein wenig unvorsichtig
unter dem Disputiren in Gegenwart seiner Schüler einen Wind streichen, und
hielt sich aus Schaam zu Hause, bis ihn Krates590 besuchte, und
nebst seinen Trostgründen selbst die Freyheit brauchte, um die Wette mit ihm zu
farzen: wodurch er ihm nicht allein seinen Zweifel benahm, sondern ihn noch
überdieß von der Peripatetischen Secte, welche höflicher war, und welcher er
bisher angehangen hatte, zu seiner Stoischen, die weit freyer war, zog. Wir
nennen es Ehrbarkeit, wenn sich einer das, was er heimlich ehrbar thun kann,
nicht öffentlich zu thun untersteht; sie hingegen nannten es Thorheit, und
hielten es für ein Laster, wenn einer das, was die Natur, die Gewohnheit, und
unsere Begierde, von unsern Handlungen bekannt und ruchtbar machen, listig zu
verschweigen, oder zu läugnen trachtet. Sie glaubten die Geheimnisse der Venus
würden verächtlich gemacht, wenn man dieselben aus dem stillen Heiligthume
ihres Tempels brächte, um sie den Augen des Pöbels bloß zu stellen; und man
verderbte ihre Spiele, wenn man sie hinter dem Vorhange vorzöge. Die Schaam ist
eine Sache von Wichtigkeit. Das Verhöhlen, das Zurückhalten, die
Vorsichtigkeit, tragen etwas zu dem Werthe bey. Sie meynten, die Wollust bäthe unter
der Larve der Tugend sehr sinnreich, daß man sie nicht mitten in den Strassen
schänden, und nicht von dem Pöbel begaffen, und mit Füssen treten lassen
sollte, und rühmte die Anständigkeit und Bequemlichkeit ihrer gewohnten Zimmer.
Daher sagen einige, die öffentlichen Hurenhäuser abschaffen, hiesse nicht
allein, die Hurerey durchgängig ausbreiten, sondern auch verlaufene und müßige
Leute, durch die Schwierigkeit noch mehr zu diesem Laster anreizen.
667
Moechus es Aufidiae qui vir, Ceruine, fuisti
Riualis fuerat qui tuus, ille vir est.
Cur aliena placet tibi, quae tua non placet vxor?
Numquid securus non
potes arrigere? 591 - Martial
Man findet von
dieser Erfahrung tausend verschiedentliche Beyspiele.
Nullus in vrbe fuit
tota, qui tangere vellet
Vxorem gratis,
Caeciliane, tuam,
Dum licuit: sed
nunc, positis custodibus, ingens
Turba fututorum est. Ingeniosus homo es.592 - Martial
Man fragte einen Weltweisen, den man eben darüber antraf,
was er machte? er antwortete ganz kaltsinnig, Ich pflanze einen Menschen.593
Er erröthete so wenig, daß man ihn darüber ertappete, als wenn man ihn über dem
Pflanzen einiger Kräuter angetroffen hätte.
Ein großer und gottesfürchtiger Schriftsteller594
glaubt, wie ich dafür halte aus Zärtlichkeit und Ehrbarkeit, man sähe sich so
nothwendig bey dieser Handlung zum Verbergen und zur Schaamhaftigkeit
gezwungen, daß er sich nicht bereden kann, daß die Cyniker bey ihren frechen
Umarmungen etwas vollbracht haben. Er meynt vielmehr, sie hätten sich begnügt
geile Bewegungen zu machen, um die Unverschämtheit, deren sich ihre Secte
befleißigte, zu behaupten, und wären hernach bey Seite gegangen, um dasjenige
zu vollbringen, wovon sie die Schaam vor her abgehalten hatte. Er wußte nicht
recht, wie weit sie die Unordnung trieben. Diogenes wünschte, da er öffentlich Masturbation begieng,595 in
Gegenwart des um ihn stehenden Volkes, daß er seinen Bauch auch so durch Reiben
sättigen könnte. Denjenigen, welche ihn fragten, warum er nicht lieber einen
bequemem Ort, als die freye Strasse, zum Essen suchte, antwortete er, weil mich
auf freyer Strasse hungert.596
668
Die Weiber, welche die Weltweisheit trieben, und sich in
ihre Secte mischten, vermischten sich auch mit ihnen an allen Orten ohne
Unterscheid: und Hipparchia wurde in des Krates Gesellschaft nicht anders, als
mit der Bedingung aufgenommen, daß sie sich in allen Stücken nach den
Gebräuchen und Gewohnheiten seiner Secte halten sollte.597 Indessen
hielten doch die jetzt gedachten Weltweisen die Tugend besonders hoch, und
trieben keine andere Wissenschaft, als die Sittenlehre: allein, sie eigneten
der Wahl ihres Weisen die höchste Gewalt zu, und setzten sie noch über die
Gesetze. Sie legten auch
der Wollust keinen andern Zaum an, als die Mäßigung, und Erhaltung der Freyheit
des andern.
↑ Quelle : Michel de Montaigne, Essais (Versuche) nebst des Verfassers
Leben nach der Ausgabe von Pierre Coste ins Deutsche übersetzt von Johann
Daniel Tietz. 3 Bände. Diogenes, Zürich, 1992
C'est à la vérité une très utile et grande partie que
la science : ceux qui la méprisent témoignent assez leur bêtise : mais je
n'estime pas pourtant sa valeur jusques à cette mesure extrême qu'aucuns lui
attribuent : Comme Herillus le philosophe, qui logeait en elle le souverain
bien, et tenait qu'il fût en elle de nous rendre sages et contents : ce que je
ne crois pas : ni ce que d'autres ont dit, que la science est mère de toute
vertu, et que tout vice est produit par l'ignorance. Si cela est vrai, il est
sujet à une longue interprétation.
Ma maison a été dès longtemps ouverte aux gens de
savoir, et en est fort connue ; car mon père qui l'a commandée cinquante ans,
et plus, échauffé de cette ardeur nouvelle, de quoi le Roi François premier embrassa les lettres et les mit en crédit,
rechercha avec grand soin et dépense l'accointance des hommes
doctes, les recevant chez lui, comme personnes saintes, et ayant quelque
particulière inspiration de sagesse divine, recueillant leurs sentences, et
leurs discours comme des oracles, et avec d'autantplus de révérence, et de religion, qu'il avait moins
de loi d'en juger : car il n'avait aucune connaissance des lettres, non plus
que ses prédécesseurs. Moi je les aime bien, mais je ne les adore pas.
Entre autres, Pierre Bunel, homme de grande réputation
de savoir en son temps, ayant arrêté quelques jours à Montaigne en la compagnie
de mon père, avec d'autres hommes
de sa sorte, lui fit présent au déloger d'un livre qui s'intitule Theologia naturalis; siue, Liber creaturarum
magistri Raimondi de Sebonde.
Et parce que la langue
Italienne et Espagnole étaient familières à mon père, et que ce livre est bâti
d'un Espagnol baragouiné en terminaisons Latines, il espérait qu'avec bien peu
d'aide, il en pourrait faire son profit, et le lui recommanda, comme livre très
utile et propre à la saison, en laquelle il le lui donna : ce fut lorsque les
nouvelletés de Luther commençaient d'entrer en crédit, et ébranler en beaucoup
de lieux notre ancienne créance. En quoi il avait un très bon avis ; prévoyant
bien par discours de raison, que ce commencement de maladie déclinerait aisément en un exécrable athéisme :
Car le
vulgaire n'ayant pas la faculté de juger les choses par elles-mêmes, se
laissant emporter à la fortune et aux apparences, après qu'on lui a mis en main
la hardiesse de mépriser et contrôler les opinions qu'il avait eues en extrême
révérence, comme sont celles où il va de son salut, et qu'on a mis aucuns
articles de sa religion en doute et à la balance, il jette tantôt après
aisément en pareille incertitude toutes les autres pièces de sa créance, qui
n'avaient pas chez lui plus d'autorité ni de fondement, que celles qu'on lui a
ébranlées : et secoue comme un joug tyrannique toutes les impressions, qu'il
avait reçues par l'autorité des lois, ou révérence de l'ancien usage,
Nam cupide conculcatur nimis ante metutum. [Car on est avide de
fouler aux pieds ce qu'on a auparavant redouté à l'excès.] — Lucrèce, V, 1140.
entreprenant dès lors en
avant, de ne recevoir rien, à quoi il n'ait interposé son décret, et prêté
particulier consentement.
Or quelques jours avant
sa mort, mon père ayant de fortune rencontré ce livre sous un tas d'autres
papiers abandonnés, me commanda de le lui mettre en français.
693
Il fait bon traduire lesauteurs, comme celui-là,
où il n'y a guère que la matière à représenter : mais ceux qui ont donné
beaucoup à la grâce, et à l'élégance du langage, ils sont dangereux à
entreprendre, nommément pour les rapporter à un idiome plus faible.
C'était une occupation
bien étrange et nouvelle pour moi mais étant de fortune pour lors de loisir, et
ne pouvant rien refuser au commandement du meilleur père qui fut onc, j'en vins
à bout, comme je pus : à quoi il prit un singulier plaisir, et donna charge
qu'on le fît imprimer : ce qui fut exécuté après sa mort.
Je trouvai belles les
imaginations de cet auteur, la contexture de son ouvrage bien suivie ; et son
dessein plein de piété. Parce que beaucoup de gens s'amusent à le lire, et notamment
les dames, à qui nous devons plus de service, je me suis trouvé souvent à même
de les secourir, pour décharger leur livre de deux principales objections qu'on
lui fait. Sa fin est hardie et courageuse, car il entreprend par raisons humaines
et naturelles, établir et vérifier contre les athéistes tous les articles de la
religion Chrétienne. En quoi, à dire la vérité, je le trouve si ferme et si
heureux, que je ne pense point qu'il soit possible de mieux faire en cet
argument-là ; et crois que nul ne l'a égalé : Cet ouvrage me semblant trop
riche et trop beau, pour un auteur, duquel le nom soit si peu connu, et duquel
tout ce que nous savons, c'est qu'il était Espagnol, faisant profession de
médecine à Toulouse, il y a environ deux cents ans ; je m'enquis autrefois à
Adrien Turnèbe, qui savait toutes choses, que ce pouvait être de ce livre : il
me répondit, qu'il pensait que ce fût quelque quintessence tirée de S. Thomas
d'Aquin : car de vrai cet esprit-là, plein d'une érudition infinie et d'une subtilité admirable, était
seul capable de telles imaginations.
Tant y a que quiconque
en soit l'auteur et inventeur (et ce n'est pas raison d'ôter sans plus grande occasion à Sebond ce titre)
c'était un très suffisant homme, et ayant plusieurs belles parties.
107 694
La première répréhension
qu'on fait de son ouvrage, c'est que les Chrétiens se font tort de vouloir
appuyer leur créance, par des raisons humaines, qui ne se conçoit que par foi,
et par une inspiration particulière de la grâce divine. En cette objection, il
semble qu'il y ait quel que zèle de piété : et à cette cause nous faut-il avec
autant plus de douceur et de respect essayer de satisfaire à ceux qui la mettent
en avant. Ce serait mieux la charge d'un homme versé en la Théologie, que de
moi, qui n'y sais rien. Toutefois je juge ainsi, qu'à une chose si divine et si
hautaine, et surpassant de si loin l'humaine intelligence, comme est cette
vérité, de laquelle il a plu à la bonté de Dieu nous éclairer, il est bien besoin qu'il nous prête
encore son secours, d'une faveur extraordinaire et privilégiée, pour la pouvoir
concevoir et loger en nous : et ne crois pas que les moyens purement humains en
soient aucunement capables. Et s'ils l'étaient, tant d'âmes rares et
excellentes, et si abondamment garnies de forces naturelles ès siècles anciens,
n'eussent pas failli par leur discours, d'arriver à cette connaissance. C'est
la foi seule qui embrasse vivement et certainement les hauts mystères de notre
Religion.
Mais ce n'est pas à
dire, que ce ne soit une très belle et très louable entreprise, d'accommoder
encore au service de notre foi, les outils naturels et humains, que Dieu nous a
donnés. Il ne faut pas douter que ce ne soit l'usage le plus honorable, que
nous leur saurions donner : et qu'il n'est occupation ni dessein plus digne d'un
homme Chrétien, que de viser par tous ses études et pensements à embellir,
étendre et amplifier la vérité de sa créance. Nous ne nous contentons point de servir
Dieu d'esprit et d'âme : nous lui devons encore, et rendons une révérence
corporelle : nous appliquons nos membres mêmes, et nos mouvements et les choses
externes à l'honorer.
108695
Il en faut faire de
même, et accompagner notre foi de toute la raison qui est en nous : mais
toujours avec cette réservation, de n'estimer pas que ce soit de nous qu'elle dépende,
ni que nos efforts et arguments puissent atteindre à une si supernaturelle et
divine science. Si elle n'entre chez nous par une infusion extraordinaire : si
elle y entre non seulement par discours [raisonnement], mais encore
par moyens humains, elle n'y est pas en sa dignité ni en sa splendeur. Et
certes je crains pourtant que nous ne la jouissions que par cette voie. Si nous
tenions à Dieu par l'entremise d'une foi vive : si nous tenions à Dieu par lui,
non par nous : si nous avions un pied et un fondement divin, les occasions
humaines n'auraient pas le pouvoir de nous ébranler, comme elles ont : notre
fort ne serait pas pour se rendre à une si faible batterie [canonnade]
: l'amour de la nouveauté, la contrainte des Princes, la bonne fortune d'un parti,
le changement téméraire et fortuit de nos opinions, n'auraient pas la force de
secouer et altérer notre croyance : nous ne la laisserions pas troubler à la
merci d'un nouvel argument, et à la persuasion, non pas de toute la Rhétorique
qui fût onc : nous soutiendrions ces flots d'une fermeté inflexible et immobile
:
Illisos fluctus rupes ut vasta refundit,
Et varias circum latrantes dissipat undas
Mole sua. [Comme, de sa masse, un
énorme rocher refoule les flots qui le heurtent et disperse les eaux nombreuses
qui hurlent à l'entour.]
Si ce rayon de la
divinité nous touchait aucunement, il y paraîtrait partout : non seulement nos
paroles, mais encore nos opérations en porteraient la lueur et le lustre. Tout
ce qui partirait de nous, on le verrait illuminé de cette noble clarté : Nous
devrions avoir honte, qu'ès sectes humaines il ne fut jamais partisan, quelque
difficulté et étrangeté que maintîntsa
doctrine, qui n'y conformât aucunement ses déportements et sa vie :
108696
et une si divine et
céleste institution ne marque les Chrétiens que par la langue. Voulez-vous voir
cela ? comparez nos mœurs à un Mahométan, à un Païen, vous demeurez toujours
au-dessous : Là où au regard de
l'avantage de notre religion, nous devrions luire en excellence, d'une extrême
et incomparable distance : et devrait-on dire, sont-ils si justes, si
charitables, si bons ? ils sont donc Chrétiens. Toutes autres apparences sont
communes à toutes religions : espérance, confiance, événements, cérémonies,
pénitence, martyres. La marque péculière de notre vérité devrait être notre
vertu, comme elle est aussi la plus céleste marque, et la plus difficile : et
que c'est la plus digne production de la vérité. Pourtant eut raison notre bon S. Loÿs [SaintLouis], quand ce Roi
Tartare, qui s'était fait Chrétien, desseignait de venir à Lyon, baiser les
pieds au Pape, et y reconnaître la sanctimonie qu'il espérait trouver en nos murs,
de l'en détourner instamment, de peur qu'au contraire, notre débordée façon de
vivre ne le dégoûtât d'une si sainte créance. Combien que depuis il advint tout
diversement, à cet autre, lequel étant allé à Rome pour même effet, y voyant la
dissolution des prélats, et peuple de ce temps-là, s'établit d'autant plus fort
en notre religion, considérant combien elle devait avoir de force et de
divinité, à maintenir sa dignité et sa splendeur, parmi tant de corruption, et
en mains si vicieuses.
Si nous avions une seule
goutte de foi, nous remuerions les montagnes de leur place, dit la sainte
parole : nos actions qui Seraient guidées et accompagnées de la divinité, ne
seraient pas simplement humaines, elles auraient quelque chose de miraculeux,
comme notre croyance. Breuis est
institutio vitae bonestae beataeque, si credas. [En peu de temps, on
apprend à vivre bien et heureusement, si l'on croit.]
109697
Les uns font accroire au
monde, qu'ils croient ce qu'ils ne croient pas. Les autres en plus grand
nombre, se le font accroire à eux-mêmes, ne sachant pas pénétrer que c'est que
croire. Nous trouvons étrange si aux guerres, qui pressent à cette heure notre
état, nous voyons flotter les événements et diversifier d'une manière
commune et ordinaire : c'est que nous n'y apportons rien que le nôtre. La
justice, qui est en l'un des partis, elle n'y est que pour ornement et
couverture : elle y est bien alléguée, mais elle n'y est ni reçue, ni logée, ni
épousée : elle y est comme en la bouche de l'avocat, non comme dans le cœur et affection
de la partie. Dieu doit son secours extraordinaire à la foi et à la religion,
non pas à nos passions. Les hommes y sont conducteurs, et s'y servent de la
religion : ce devrait être tout le contraire. Sentez, si ce n'est par nos mains
que nous la menons : à tirer comme de cire tant de figures contraires, d'une
règle si droite et si ferme. Quand s'est-il vu mieux qu'en France en nos jours
? Ceux qui l'ont prise à gauche, ceux qui l'ont prise à droite, ceux qui en
disent le noir, ceux qui en disent le blanc, l'emploient si pareillement à
leurs violentes et ambitieuses entreprises, s'y conduisent d'un progrès si
conforme en débordement et injustice, qu'ils rendent douteuse et malaisée à
croire la diversité qu'ils prétendent de leurs opinions en chose de laquelle
dépend la conduite et loi de notre vie. Peut-on voir partir de même école et
discipline des mœurs plus unies, plus unes ? Voyez l'horrible impudence de quoi
nous pelotons les raisons divines : et combien irréligieuse ment nous les avons
et rejetées et reprises selon que la fortune nous a changé de place en ces
orages publics. Cette proposition si solennelle : S'il est permis au sujet de
se rebeller et armer contre son Prince pour la défense de la religion : souvienne-vous
en quelles bouches cette année passée l'affirmative d'icelle était l'arc-boutant
d'un parti : la négative, de quel autre parti c'était l'arc-boutant : Et oyez à
présent de quel quartier vient la voix et instruction de l'une et de l'autre :
et si lesarmes bruyent moins pour cette
cause que pour celle-là.
Et nous brûlons les
gens, qui disent qu'il faut faire souffrir à la vérité le joug de notre besoin
: et de combien fait la France pis que de le dire ? [1]
Confessons la vérité,
qui trierait de l'armée même légitime, ceux qui y marchent par le seul zèle
d'une affection religieuse, et encore ceux qui regardent seulement la protection
des lois de leur pays, ou service du Prince, il n'en saurait bâtir une
compagnie de gendarmes complète. D'où vient cela, qu'il s'en trouve si peu, qui
aient maintenu même volonté et même progrès en nos mouvements publics, et que nous
les voyons tantôt n'aller que le pas, tantôt y courir à bride avalée ? et mêmes
hommes, tantôt gâter nos affaires par leur violence et âpreté, tantôt par leur
froideur, mollesse et pesanteur ; si ce n'est qu'ils y sont poussés par des
considérations particulières et casuelles, selon la diversité desquelles ils se
remuent ?
Je vois cela évidemment,
que nous ne prêtons volontiers à la dévotion que les offices, qui flattent nos
passions. Il n'est point d'hostilité excellente comme la chrétienne. [2]
Notre zèle fait
merveilles, quand il va secondant notre pente vers la haine, la cruauté, l'ambition,
l'avarice, la détraction, la rébellion. À contre-poil, vers la bonté, la
bénignité, la tempérance, si, comme par miracle, quelque rare complexion ne l'y
porte, il ne va ni de pied, ni d'aile. Notre religion est faite pour extirper
les vices : elle les couvre, les nourrit, les incite.
Il ne faut point faire
barbe de foarre à Dieu (comme on dit).[Donner de la paille à la place du blé ; se moquer de Dieu]
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↑1- soumettre la vérité au joug de notre besoin : préférer le remède dont nous avons besoin à ce qui est vrai. Adapter, plier la Vérité à notre intérêt du moment.
↑2- hostilité :Jamais l'ambition, jamais les inimitiés
publiques ne poussèrent les hommes les uns contre les autres à si horribles hostilités
et calamités si misérables [qu'en Amérique les Espagnols]. (III, 6 – Des Coches)
Si nous le croyions, je
ne dis pas par foi, mais d'une simple croyance : voire (et je le dis à notre
grande confusion) si nous le croyions et connaissions comme une autre histoire,
comme l'un de nos compagnons, nous l'aimerions au-dessus de toutes autres choses, pour l'infinie bonté et beauté qui
reluit en lui : au moins marcherait-il en même rang de notre affection, que les
richesses, les plaisirs, la gloire et nos amis.
Le meilleur de nous ne craint point de
l'outrager, comme il craint d'outrager son voisin, son parent, son maître.
Est-il si simple entendement, lequel ayant d'un côté l'objet d'un de nos
vicieux plaisirs, et de l'autre en pareille connaissance et persuasion, l'état
d'une gloire immortelle, entrât en bigue de [veuille échanger] l'un
pour l'autre? Et si nous y renonçons souvent de pur mépris : car quelle envie
nous attire au blasphémer, sinon à l'aventure l'envie même de l'offense ? Le philosophe
Antisthène, comme on l'initiait aux mystères d'Orphée, le prêtre lui disant,
que ceux qui se vouaient à cette religion, avaient à recevoir après leur mort
des biens éternels et parfaits : Pourquoi si tu le crois ne meurs-tu donc
toi-même ? lui fit-il. Diogène plus brusquement selon sa mode, et plus loin de
notre propos, au prêtre qui le prêchait de même, de se faire de son ordre, pour
parvenir aux biens de l'autre monde : Veux-tu pas que je croie qu'Agésilas et Épaminondas,
si grands hommes, seront misérables, et que toi qui n'es qu'un veau, et qui ne fais
rien qui vaille, seras bien heureux, parce que tu es prêtre ?
Ces grandes promesses de la béatitude
éternelle si nous les recevions de pareille autorité qu'un discours philosophique,
nous n'aurions pas la mort en telle horreur que
nous avons :
Non iam se moriens dissolui conquereretur,
Sed
magis ire foras, vestemque relinquere ut anguis
Gauderet,
praelonga senex aut cornua ceruus.
[On ne se plaindrait plus, mourant, d'être
dissous, on aurait plus de joie à partir, et à laisser son enveloppe, comme le
serpent, ou comme le cerf chargé d'ans laisse ses bois trop longs.] - Lucrèce, III, 613-615.
Je veux être dissous, dirions-nous, et
être avec Jésus-Christ. - Épître aux Philippiens, I, 23.
La force du discours de
Platon de l'immortalité de l'âme, poussa bien aucuns de ses disciples à la mort, pour jouir plus promptement
des espérances qu'il leur donnait. Tout cela c'est un signe très évident que
nous ne recevons notre religion qu'à notre façon et par nos mains, et non autrement
que comme les autres religions se reçoivent. Nous nous sommes rencontrés au
pays, où elle était en usage, ou nous regardons son ancienneté, ou l'autorité
des hommes qui l'ont maintenue, ou craignons les menaces qu'elle attache aux
mécréants, ou suivons ses promesses. Ces considérations-là doivent être employées
à notre créance, mais comme subsidiaires : ce sont liaisons humaines. Une autre
région, d'autres témoins, pareil les promesses et menaces, nous pourraient
imprimer par même voie une croyance
contraire. Nous sommes Chrétiens à même titre que nous sommes ou Périgourdins
ou Allemands.
Et ce que dit Platon,
qu'il est peu d'hommes si fermes en l'athéisme, qu'un danger pressant ne ramène
à la reconnaissance de la divine puissance : Ce rôle ne touche point un vrai Chrétien
: C'est à faire aux religions mortelles et humaines, d'être reçues par une
humaine conduite. Quelle foi doit-ce être, que la lâcheté et la faiblesse de cœur
plantent en nous et établissent ? Plaisante foi, qui ne croit ce qu'elle croit, que pour n'avoir le
courage de le décroire. Une vicieuse passion, comme celle de l'inconstance
et de l'étonnement [la peur], peut-elle faire en notre âme
aucune production réglée ? Ils établissent, dit-il, par la raison de leur
jugement, que ce qui se récite des enfers, et des peines futures est feint,
mais l'occasion de l'expérimenter s'offrant lorsque la vieillesse ou les
maladies les approchent de leur mort : la terreur d'icelle les remplit d'une nouvelle
créance, par l'horreur de leur condition à venir.
112701
Et parce que telles
impressions rendent les courages [cœurs] craintifs, il défend en ses
lois toute instruction de telles menaces, et la persuasion que des Dieux il puisse venir à l'homme
aucun mal, sinon pour son plus grand bien quand il y
échoit, et pour un médicinal effet. Ils récitent de Bion[1],
qu'infect des athéismes de Theodorus, il avait été longtemps se moquant des
hommes religieux : mais la mort le surprenant, qu'il se rendit aux plus extrêmes
superstitions : comme si les Dieux s'ôtaient et se remettaient selon l'affaire
de Bion.
Platon, et ces exemples, veulent conclure,
que nous sommes ramenés à la créance de Dieu, ou par raison, ou par force [2].
L'Athéisme étant une proposition, comme dénaturée et monstrueuse, difficile
aussi, et malaisée d'établir en l'esprit humain, pour insolent et déréglé qu'il
puisse être : il s'en est vu assez, par vanité et par fierté de concevoir des
opinions non vulgaires, et réformatrices du monde, en affecter la profession
par contenance : qui, s'ils sont assez fous, ne sont pas assez forts, pour
l'avoir plantée en leur conscience. Pourtant ils ne laisseront de joindre leurs
mains vers le ciel, si vous leur attachez un bon coup d'épée en la poitrine :
et quand la crainte ou la maladie aura abattu et appesanti cette licencieuse
ferveur d'humeur volage, ils ne laisseront pas de se revenir [se ressaisir],
et se laisser tout discrètement manier aux créances et exemples publics. Autre
chose est, un dogme sérieusement digéré, autre chose ces impressions
superficiel les : lesquelles nées de la débauche d'un esprit démanché, vont
nageant témérairement et incertainement en la fantaisie.
Hommes bien misérables et écervelés, qui
tâchent d'être pires qu'ils ne peuvent !
L'erreur du paganisme, et l'ignorance
de notre sainte vérité, laissa tomber cette grande âme : mais grande d'humaine
grandeur seulement, encore en cet autre voisin abus, que les enfants et les
vieillards se trouvent plus susceptibles de religion, comme si elle naissait et
tirait son crédit de notre imbécillité.
Le nœud qui devrait attacher notre jugement
et notre volonté, qui devrait étreindre notre âme et joindre à notre Créateur,
ce devrait être un nœud prenant ses replis et ses forces, non pas de nos
considérations, de nos raisons et passions, mais d'une étreinte divine et
supernaturelle, n'ayant qu'une forme, un visage, et un lustre, qui est
l'autorité de Dieu et sa grâce. Or notre cœur et notre âme étant régie et
commandée par la foi, c'est raison qu'elle tire au service de son dessein
toutes nos autres pièces selon leur portée. Aussi n'est-il pas croyable, que
toute cette machine n'ait quelques marques empreintes de la main de ce grand
architecte, et qu'il n'y ait quelque image ès choses du monde rapportant aucunement
à l'ouvrier, qui les a bâties et formées. [1] Il a laissé en ces hauts
ouvrages le caractère de sa divinité, et ne tient qu'à notre imbécillité, que
nous ne le puissions découvrir. C'est ce qu'il nous dit lui-même, que ses
opérations invisibles, il nous les manifeste par les visibles. [2] Sebond
s'est travaillé à ce digne étude, et nous montre comment il n'est pièce du
monde, qui démente son facteur. Ce serait faire tort à la bonté divine, si l'univers
ne consentait à notre créance. [3] Le ciel, la terre, les éléments,
notre corps et notre âme, toutes choses y conspirent : il n'est que de trouver
le moyen de s'en servir : elles nous instruisent, si nous sommes capables
d'entendre.
Car ce monde est un temple très saint,
dedans lequel l'homme est introduit, pour y contempler des statues, non ouvrées
de mortelle main, mais celles que la divine pensée a fait sensibles, le Soleil,
les étoiles, les eaux et la terre, pour nous représenter les intelligibles. Les
choses invisibles de Dieu, dit Saint Paul, apparaissent par la création du
monde, considérant sa sapience éternelle, et sa divinité par ses œuvres.
1- ayant quelque rapport à, ressemblant quelque
peu à…
2- Saint Paul, Épître aux Romains, I, 20 :
« Inuisibilia enim ipsius, a creatura mundi, per ea quae facta sunt,
intellecta, conspiciuntur : sempiterna quoque eius virtus et diuinitas. »
3- ne s'accordait à la foi.
Ce serait vraiment faire tort à la bonté
divine, que l’univers ne se prêtât pas à affirmer la vérité de nos croyances. Trad. Michaud.
[Et Dieu même ne refuse pas à la terre la
face du ciel ; son visage et son corps, il les fait voir par sa rotation
perpétuelle ; c'est lui-même qu'il inculque et offre aux regards, afin de
pouvoir être bien connu, d'enseigner par les yeux sa marche et d'apprendre à
observer ses lois.] — Manilius, IV, 907-911. [1]
Or nos raisons et nos
discours humains c'est comme la matière lourde et stérile : la grâce de Dieu en
est la forme : c'est elle qui y donne la façon et le prix. Tout ainsi que les actions vertueuses de Socrate et de Caton
demeurent vaines et inutiles pour n'avoir eu leur fin, et n'avoir regardé
l'amour et obéissance du vrai créateur de toutes choses, et pour avoir ignoré
Dieu : Ainsi est-il de nos imaginations et discours : ils ont quelque corps, mais
une masse informe, sans façon et sans jour, si la foi et grâce de Dieu n'y sont
jointes. La foi venant à teindre et illustrer les arguments de Sebond, elle les
rend fermes et solides : ils sont capables de servir d'acheminement, et de
première guide à un apprenti, pour le mettre à la voie de cette connaissance :
ils le façonnent aucunement et rendent capable de la grâce de Dieu, par le moyen
de laquelle se parfournit [se parachève] et se parfait après notre créance.
Je sais un homme d'autorité nourri aux lettres, qui m'a confessé avoir été
ramené des erreurs de la mécréance par l'entremise des arguments de Sebond. Et
quand on les dépouillera de cet ornement, et du secours et approbation de la
foi, et qu'on les prendra pour fantaisies pures humaines, pour en combattre ceux
qui sont précipités aux épouvantables et horribles ténèbres de l'irréligion,
ils se trouveront encore lors, aussi solides et autant fermes, que nuls autres
de même condition qu'on leur puisse opposer. De façon que nous serons sur les
termes de dire à nos parties,
Si melius quid habes, accerse, vel
imperium fer.
[Si tu as mieux, produis-le, ou bien
plie-toi à l'autorité.] — Horace, Épîtres,
I, v, 6.
↑1- Stoïcien, Maniliuscroit à uneprovidencequigouvernelemonde, età l’intervention de la sagesse divine dans la vie de tous les jours. > astrologie.
Qu'ils souffrent la force de nos preuves,
ou qu'ils nous en fassent voir ailleurs, et sur quelque autre sujet, de mieux
tissues, et mieux étoffées. Je me suis sans y penser à demi déjà engagé dans la
seconde objection, à laquelle j'avais proposé de répondre pour Sebond.
Aucuns
disent que ses arguments sont faibles et ineptes à vérifier ce qu'il veut, et
entreprennent de les choquer aisément. Il faut secouer ceux-ci un peu plus
rudement : car ils sont plus dangereux et plus malicieux que les premiers. On
couche volontiers les dits d'autrui à la faveur des opinions qu'on a préjugées
en soi : À un athéiste, tous écrits tirent à l'athéisme. Il infecte de son propre
venin la matière innocente. Ceux-ci ont quelque préoccupation de
jugement qui leur rend le goût fade aux
raisons de Sebond. Au demeurant il leur semble qu'on leur donne beau jeu, de
les mettre en liberté de combattre notre religion par les armes pures humaines,
laquelle ils n'oseraient attaquer en sa majesté pleine d'autorité et de
commandement.
Le moyen que je prends pour rabattre cette
frénésie, et qui me semble le plus propre, c'est de froisser et fouler aux
pieds l'orgueil, et l'humaine fierté : leur faire sentir l'inanité, la vanité,
et dénéantise de l'homme : leur arracher des poings, les
chétives armes de leur raison : leur faire baisser
la tête et mordre la terre, sous l'autorité et révérence de la majesté divine.
C'est à elle seule qu'appartient la science et la sapience : elle seule qui
peut estimer de soi quelque chose, et à qui nous dérobons ce que nous nous
comptons, et ce que nous nous prisons.
[Car Dieu ne permet pas qu'un autre que
lui porte haut ses pensées.]
115 705
Abattons ce cuider [la présomption],
premier fondement de la tyrannie du malin esprit. Deus superbis resistit : bumilibus autem dat gratiam.
[Dieu résiste aux orgueilleux ; aux
humbles il accorde sa grâce.]
L'intelligence est en tous les Dieux, dit
Platon, et point ou peu aux hommes. Or c'est cependant beaucoup de consolation
à l'homme Chrétien, de voir nos outils mortels et caducs, si proprement assortis
à notre foi sainte et divine : que lorsqu'on les emploie aux sujets de leur
nature mortels et caducs, ils n'y soient pas appropriés plus uniment, ni avec
plus de force. Voyons donc si l'homme a en sa puissance d'autres raisons plus
fortes que celles de Sebond : voire s'il est en lui d'arriver à aucune
certitude par argument et par discours. Car saint Augustin plaidant contre ces gens
ici, a occasion de reprocher leur injustice, en ce qu'ils tiennent les parties
de notre créance fausses, que notre raison faut à établir. Et pour montrer
qu'assez de choses peuvent être et avoir été, desquelles notre discours ne
saurait fonder la nature et les causes : il leur met en avant certaines expériences
connues et indubitables, auxquelles l'homme confesse rien ne voir. Et cela
fait-il, comme toutes autres choses, d'une curieuse et ingénieuse recherche. Il
faut plus faire, et leur apprendre, que pour convaincre la faiblesse de leur raison, il n'est besoin
d'aller triant des rares exemples
: et qu'elle est si manque et si aveugle, qu'il n'y a nulle si claire facilité,
qui lui soit assez claire : que l'aisé et le malaisé lui sont un : que tous
sujets également, et la nature en général désavoue sa juridiction et entremise.
116 706
Que nous prêche la vérité, quand elle nous
prêche de fuir la mondaine philosophie : quand elle nous inculque si souvent,
que notre sagesse n'est que folie devant Dieu : que de toutes les vanités la
plus vaine c'est l'homme : que l'homme qui présume de son savoir, ne sait pas
encore que c'est que savoir : et que l'homme, qui n'est rien, s'il pense être
quelque chose, se séduit soi-même, et se trompe ? Ces sentences du saint Esprit
expriment si clairement et si vivement ce que je veux maintenir, qu'il ne me
faudrait aucune autre preuve contre des gens qui se rendraient avec toute
soumission et obéissance à son autorité. Mais ceux-ci veulent être fouettés à
leurs propres dépens, et ne veulent souffrir qu'on combatte leur raison que par
elle-même. Considérons donc pour cette heure, l'homme seul, sans secours
étranger, armé seulement de ses armes, et dépourvu de la grâce et connaissance
divine, qui est tout son honneur, sa force, et le fondement de son être. Voyons
combien il a de tenue en ce bel équipage. Qu'il me fasse entendre par l'effort
de son discours, sur quels fondements il a bâti ces grands avantages, qu'il
pense avoir sur les autres créatures. Qui lui a persuadé que ce branle admirable de la voûte céleste, la lumière éternelle
de ces flambeaux roulant si fièrement sur sa
tête, les mouvements épouvantables de cette mer infinie, soient établis et se
continuent tant de siècles, pour sa commodité et pour son service ?
Est-il possible de rien imaginer si
ridicule, que cette misérable et chétive créature, qui n'est pas seulement
maîtresse de soi, exposée aux offenses de toutes choses, se dise maîtresse et emperière
[impératrice] de l'univers ? duquel il n'est pas en sa puissance de
connaître la moindre partie, tant s'en faut de la commander.
J’ai ouï parler d’un juge, lequel, où il rencontrait un âpre conflit
entre Bartolus et Baldus, et quelque matière agitée de plusieurs
contrariétés, mettait au marge de son livre: Question pour l’ami;
c’est à dire que la vérité était si embrouillée et débattue qu’en
pareille cause, il pourrait favoriser celle des parties que bon lui
semblerait. Il ne tenait qu’à faute d’esprit et de suffisance qu’il ne
pût mettre partout: « Question pour l’ami ». Les avocats et les juges de notre temps trouvent à toutes causes assez de biais pour les accommoder où bon leur semble.
À une science si infinie, dépendant de l’autorité
de tant d’opinions et d’un sujet si arbitraire, il ne peut être qu’il
n’en naisse une confusion extrême de jugements. Aussi n’est-il guère si
clair procès auquel les avis ne se trouvent divers. Ce qu’une compagnie a
jugé, l’autre le juge au contraire, et elle-même au contraire une autre
fois. De quoi nous voyons des exemples ordinaires par cette licence,
qui tache merveilleusement la cérémonieuse autorité et lustre de notre
justice, de ne s’arrêter aux arrêts, et courir des uns aux autres juges
pour décider d’une même cause.
Quant à la liberté des opinions philosophiques touchant le vice
et la vertu, c’est chose où il n’est besoin de s’étendre, et où il se
trouve plusieurs avis qui valent mieux tus que publiés aux faibles
esprits.
Arcésilas disait n’être considérable en la paillardise, de quel côté et par où on le fût.[1]
>> Il ne faut s´arrêter ni à la naissance, ni au rang ou à la situation sociale ; le plaisir doit être mesuré à l´attrait, à l´âge et à la beauté de l´objet. - trad. 2025. Le plaisir, bon en soi, excuse tout; "il ne connaît pas de loi", il n´a pour règle que la beauté et la fraîcheur de la (jeune) personne aimée.
Ne amores quidem sanctos a sapiente alienos esse arbitrantur.
(Ils ne pensent pas que des amours raisonnables dussent être
interdites au sage) — (Cicéron)
Quaeramus ad quam usque aetatem juvenes amandi sint. (« Voyons jusqu’à quel âge il nous convient d’aimer les jeunes hommes. ») — (Sénèque)
Ces deux derniers lieux Stoïques [stoïciens] et, sur ce propos, le
reproche de Dicéarque à Platon même, montrent combien la plus saine
philosophie souffre de licences éloignées de l’usage commun et
excessives.[2]
Notes
↑ 1- Plutarque, Les Règles et
préceptes de santé, Le Duc de Bordeaux (Chanson paillarde) 3:31
Le
mot d'Arcésilas contre les débauchés et les adultères, quoique sans doute un
peu trop dur, a ici sa juste application : qu'il n'importe à quelle espèce de
volupté l'on se livre, dès qu'elle est criminelle. - Plutarque, Moralia, Les Règles et préceptes de santé , trad. Ricard, 1844.
>
« Μηδὲν διαφέρειν ὄπισθέν τινα ἢ ἔμπροσθεν εἶναι κίναιδον » [Arcésilas]. En
clair, Peu importe qu´on soit actif ou
passif, c´est mal. Κíναιδος, cinaedus, cinède, pédé. >
remacle [126]
>>Montaigne n´a retenu que la citation indulgente et crue d´Arcésilas,
sans s´inquiéter du commentaire négatif et moralisateur de Plutarque. Parce qu´il est évident sans doute qu´il condamnait, sous le règne d´Henri III, les mœurs libres des mignons du Roi.
↑2- Relativisme moral. Les bons philosophes anciens toléraient dans leurs écoles des mœurs débridées et en particulier la fameuse licence grecque que les honnêtes gens réprouvent chez nous.
Les lois prennent leur autorité de la
possession et de l'usage : il est dangereux de les ramener à leur naissance :
elles grossissent et s'ennoblissent en roulant, comme nos rivières : suivez-les
contremont jusques à leur source, ce n'est qu'un petit surgeon d'eau à peine
reconnaissable, qui s'enorgueillit ainsi, et se fortifie, en vieillissant.
Voyez les anciennes considérations, qui
ont donné le premier branle à ce fameux torrent, plein de dignité, d'horreur et
de révérence : vous les trouverez si légères et si délicates, que ces gens ici
qui pèsent tout, et le ramènent à la raison, et qui ne reçoivent rien par
autorité et à crédit, il n'est pas merveille s'ils ont leurs jugements souvent
très éloignés des jugements publics. Gens qui prennent pour patron l'image
première de nature, il n'est pas merveille, si en la
plupart de leurs opinions, ils gauchissent la voie commune.
Comme pour exemple : peu d'entre eux
eussent approuvé les conditions contraintes de nos mariages : et la plupart ont
voulu les femmes communes, et sans obligation. Ils refusaient nos cérémonies :
Chrysippe disait, qu'un philosophe fera une douzaine de culbutes en public,
voire sans haut-de-chausses, pour une douzaine d'olives. À peine eut-il donné
avis à Clisthène de refuser la belle Agariste sa fille, à Hippoclidès, pour lui
avoir vu faire l'arbre fourché sur une table. [1]
Métroclès lâcha un peu indiscrètement un pet en disputant, en présence de son école : et se
tenait en sa maison caché de honte, jusques à ce que Crates le fut visiter : et
ajoutant à ses consolations et raisons, l'exemple de sa liberté, se mettant à
péter à l'envi avec lui, il lui ôta ce scrupule : et de plus, le retira à sa
secte Stoïque, plus franche, de la secte Péripatétique plus civile, laquelle
jusques lors il avait suivi.
1- à peine :
Aux yeux de Chrysippe de Soles, les exh ibitions d´Hippoclidès ivre sur une
table les jambes en l´air n´auraient pas terni la réputation du fiancé. Le
philosophe n´aurait pas dissuadé Clisthène de Sicyone de donner sa fille en
mariage au joyeux fêtard, plutôt qu´à Mégaclès. Ce philosophe stoïcien était très
coulant. > Hérodote, VI, 129. > remacle
>> Certains
auteurs blâment Chrysippe d’avoir écrit beaucoup de choses obscènes et
inconvenantes. — Diogène Laërce, Trad. Robert Genaille, 1933.
Ce que nous appelons honnêteté, de n'oser
faire à découvert, ce qui nous est honnête de faire à couvert, ils l'appelaient
sottise : et de faire le fin à taire et désavouer ce que nature, coutume, et
notre désir publient et proclament de nos actions, ils l'estimaient vice. Et
leur semblait, que c'était affoler les mystères de Vénus, que de les ôter du
retiré sacraire [sanctuaire] de son temple, pour les exposer à la
vue du peuple : Et que tirer ses jeux hors du rideau, c'était les perdre.
C'est chose de poids, que la honte : La
recélation, réservation, circonscription, parties de l'estimation. Que la
volupté très ingénieusement faisait instance [1], sous le masque de
la vertu, de n'être prostituée au milieu des carrefours, foulée des pieds et
des yeux de la commune, trouvant à dire la dignité et commodité de ses cabinets
accoutumés [2]. De là disent aucuns, que d'ôter les bordels publics, c'est non
seulement épandre partout
la paillardise, qui était assignée à ce lieu-là, mais encore
aiguillonner les hommes vagabonds et oisifs à ce vice, par la malaisance.
Mœchus
es Aufidiae qui vir Corvine fuisti,
Riualis
fuerat qui tuus, ille vir est.
Cur
aliena placet tibi, quae tua non placet uxor ?
Nunquid securus non
potes arrigere ? – Martial, III, Lxix
[Tu es, Corvinus, l'amant d'Aufidia, toi
qui as été son mari. Et ton ancien rival est, lui, le mari. D'où vient qu'elle
te plaît, femme d'un autre, mais non quand elle est la tienne ? Est-ce qu'en
sécurité tu ne peux pas bander ?]
Cette expérience se diversifie en mille
exemples.
Nullus
in urbe fuit tota, qui tangere vellet
Uxorem
gratis Caeciliane tuam,
Dum
licuit : sed nunc positis custodibus, ingens
Turba
fututorum est. Ingeniosus homo es. -
Martial, III, Lxxiv
[Dans toute la ville, il n'y a eu
personne, Cécilianus, qui voulût toucher gratis à ta femme, tant que cela a été
loisible ; mais maintenant qu'elle est sous bonne garde, en foule se pressent
les baiseurs. Tu es astucieux !]
1- exigeait
2- trouvant que manque
le mystère ; regrettant l'absence
de discrétion,
On demanda à un philosophe
qu'on surprit à même [sur le fait], ce qu'il faisait : il répondit
tout froidement, Je plante un homme : ne rougissant non plus d'être rencontré
en cela, que si on l'eût trouvé plantant des aulx.
C'est, comme j'estime,
d'une opinion tendre, respectueuse, qu'un grand et religieux auteur tient cette
action, si nécessairement obligée à l'occultation et à la vergogne, qu'en la
licence des embrassements Cyniques, il ne se peut persuader, que la besogne en
vînt à sa fin : ains [mais] qu'elle s'arrêtait à représenter des mouvements lascifs
seulement, pour maintenir l'impudence de la profession de leur école : et que
pour élancer ce que la honte avait contraint et retiré, il leur était encore
après besoin de chercher l'ombre. [1]
Il n'avait pas vu assez
avant en leur débauche. Car Diogène exerçant en public sa masturbation, faisait
souhait en présence du peuple assistant, de pouvoir ainsi saouler son ventre en
le frottant. À ceux qui lui demandaient, pourquoi il ne cherchait lieu plus
commode à manger, qu'en pleine rue : C'est, répondait-il, que j'ai faim en
pleine rue. Les femmes philosophes, qui se mêlaient à leur secte, se mêlaient
aussi à leur personne, en tout lieu, sans discrétion : et Hipparchia ne fut
reçue en la société de Cratès, qu'en condition de suivre en toutes choses les
us et coutumes de sa règle.
Ces philosophes ici
donnaient extrême prix à la vertu : et refusaient toutes autres disciplines que
la morale : si est-ce qu'en toutes actions ils attribuaient la souveraine
autorité à l'élection [choix] de leur sage, et au-dessus des lois :
et n'ordonnaient aux voluptés autre bride, que la modération, et la
conservation de la liberté d'autrui.
↑1- Saint Augustin, La Cité de Dieu, XIV, xx. Repris par Fontenelle dans sa Lettre sur la Nudité des Sauvages,
Héraclite et Protagoras,
de ce que le vin semble amer au malade, et gracieux au sain : l'aviron tortu
dans l'eau, et droit à ceux qui le voient
hors de là : et de pareilles apparences contraires qui se trouvent aux sujets,
argumentèrent que tous sujets avaient en eux les causes de ces apparences : et
qu'il y avait au vin quelque amertume, qui se rapportait au goût du malade ;
l'aviron, certaine qualité courbe, se rapportant à celui qui le regarde dans
l'eau. Et ainsi de tout le reste. Qui est dire, que tout est en toutes choses,
et par conséquent rien en aucune : car rien n'est, où tout est.
Cette opinion me ramentoit [rappelle]
l'expérience que nous avons, qu'il n'est aucun sens ni visage, ou droit, ou
amer, ou doux, ou courbe, que l'esprit humain ne trouve aux écrits, qu'il
entreprend de fouiller. En la parole la plus nette, pure, et parfaite, qui
puisse être, combien de fausseté et de mensonge a l'on fait naître ? quelle
hérésie n'y a trouvé des fondements assez, et témoignages, pour entreprendre et
pour se maintenir ? C'est pour cela, que les auteurs de telles erreurs, ne se
veulent jamais départir de cette preuve du témoignage de l'interprétation des
mots.
Un personnage de dignité, me voulant
approuver par autorité, cette quête de la pierre philosophale, où il est tout plongé :
m'allégua dernièrement cinq ou six passages de la Bible, sur lesquels il
disait, s'être premièrement fondé pour la décharge de sa conscience : (car il
est de profession Ecclésiastique) et à la vérité l'invention n'en était pas
seulement plaisante, mais encore bien proprement accommodée à la défense de cette belle science. Par cette
voie, se gagne le crédit des fables divinatrices.
Il n'est pronostiqueur, s'il a cette
autorité, qu'on le daigne feuilleter, et rechercher curieusement tous les plis
et lustres de ses paroles, à qui on ne fasse dire tout ce qu'on voudra, comme
aux Sibylles : Il y a tant de moyens d'interprétation, qu'il est malaisé que de
biais, ou de droit fil, un esprit ingénieux ne rencontre en tout sujet, quelque air, qui lui serve à son point.
Pourtant [C'est pourquoi] se trouve un style
nébuleux et douteux, en si fréquent et ancien usage. Que l'auteur puisse gagner
cela d'attirer et embesogner à soi [occuper] la postérité.
(...)
Montaigne, Essais, Livre II, CHAPITRE XII. Apologie de Raymond Sebond. (1595) Notes de Jean Céard.
Références
↑ Montaigne, Michel Eyquem de , Les Essais ( Eds. P. Villey and V.-L. Saulnier (1965) - online edition by P. Desan,
University of Chicago ) II, 12 p. 438 - 604
↑ Horace Lucrèce Manilius Martial Montaigne Sénèque INDEX
<> 15/01/2026
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